Rhea Rituale. Julia S. Riedel.
Lerne Julia kennen.
Julia arbeitet hauptsächlich mit Patchwork aus Vintage-Textilien und Reststoffen. Sie begann ihre Tätigkeit 2020/2021 mit Stoffresten aus alten Polsterprojekten ihrer Mutter und baute auf ihrer Ausbildung zur Schneiderin und ihrem langjährigen Interesse in diesem Bereich auf. Sie führt Stofffragmente zusammen und erforscht die Beziehungen zwischen ihnen und die neuen Kompositionen, die sie dadurch entstehen lassen. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören Vorhänge, Tischdecken und verschiedene Arten von Kissen.
Tägliches Ritual.
Ich habe ein paar Erdungsrituale, aber ich mag es, meine Strukturen locker und flexibel zu halten. Eine Konstante ist die Verwendung eines beruhigenden ätherischen Öls vor dem Schlafengehen und noch einmal, wenn ich mein Atelier betrete. Die Wiederholung hilft mir, herunterzukommen und anzukommen, während die Offenheit drumherum die Arbeit intuitiv entfalten lässt.
Weiblicher Flow.
Seit ich vollständig freiberuflich tätig bin, befinde ich mich in einer neuen Phase meiner Arbeit. Mit weniger externem Druck kann ich mich auf das Schaffen konzentrieren, und zwar auf eine Weise, die sich intuitiver und reaktionsfreudiger anfühlt. Ich versuche, genau auf meinen Körper zu hören und seinen natürlichen Rhythmen zu folgen, wobei ich Zyklen nutze, um mein Tempo zu bestimmen.
Weibliche Inspiration.
Eine Künstlerin, mit der ich mich im vergangenen Jahr intensiver beschäftigt habe, ist Isabella Ducrot. Durch das Buch „Das Leben einer Frau“, das mir ein Freund geschenkt hat, bin ich auf sie aufmerksam geworden und fasziniert von ihren Textilarbeiten. Ich fühle mich verbunden mit der Art, wie sie Reisen und das Sammeln antiker Stoffe in ihre Werke einfließen lässt. Ihre Arbeit wirkt intim und taktil. Ich habe gerade die neue Ausgabe des Magazins „Alphabet“ bekommen, auf deren Titelseite eines ihrer Werke zu sehen ist – das war eine wunderbare Entdeckung.